Das Asco-Tal, von Calvi/L’Île
Rousse und Bastia aus erreichbar, lädt zu einer 33 km langen Fahrt durch
ein landschaftlich beeindruckendes Gebiet ein. Auf dem zunächst flachen
und ebenen Weg wird auch die Schildkrötenstation Village des Tortues
(siehe Ausflüge rund um Ajaccio) passiert. Nach dem von Olivenhainen und
Obstplantagen umgebenen Örtchen Moltifao am Beginn des Asco-Tals wird die
Landschaft plötzlich zu einer wandartigen Bergkulisse aus Granit. Der
Fluss Asco tritt heraus, der die ca. 10 km lange Schlucht Gorges de l’Asco
gebildet hat. Die Straße führt in teilweise engen Abschnitten entlang der
Schlucht bis nach Asco, wo sich die Schlucht wieder in ein weites Tal
ausdehnt. Asco bietet fast 1000 Einwohnern, meist Schaf- und Ziegenhirten,
Platz. Hier befinden sich neben extensiver Weide- und Almwirtschaft auch
die Zentren der Käse-, Textil, Woll- und Honigproduktion. Eine besondere
Spezialität ist der Honig mit Beimischung von Manno d’Asco, ein süßliches
Sekret der Wacholderbeeren, das einen ganz besonderen Geschmack verleiht.
Auf der letzten Strecke
des Tals bis Haut-Asco wird die Landschaft durch den Forêt de Carozzia mit
vorwiegend Schwarzkiefern dominiert. Haut-Asco kann nur zu Fuß erreicht
werden und ist eine typische Bergsteiger- und Skistation. Oft liegt hier
auf gut 1300 m noch im Mai Schnee.
Von Haut-Corse aus kann
der GR 20 gelaufen werden und in einer Tagestour der höchste Berg
Korsikas, der Monte Cinto (2706m) bestiegen werden. Diese sollte jedoch
nur von erfahrenen, trittsicheren Bergsteigern angegangen werden. Seltene
Tiere wie das wilde Mufflon (ein Wildschaf), Steinadler oder Bartgeier
lassen sich um den Monte Cinto beobachten.
Von Corte
aus bieten
sich Tageswanderungen in die umliegenden romantischen und beeindruckenden
Gebirgsflusstäler Restonica- und Tavignano-Tal. Das Tavignano-Tal ist das
ruhigere der beiden und kann auch nur zu Fuß erreicht werden. Viele
Urlauber unternehmen in ihrem
Korsika Urlaub gerne längere Touren, da die Landschaft einfach
atemberaubend ist.
Der Asco fließt in
Korsikas längsten Fluss, den Golo, der das Golo-Tal bildet. Der obere Teil
ist das Niolo, eine heute noch wenig besuchte und abgelegene Region.
Bedingt durch starken Schneefall hat sich hier am Col de Vergio eines der
korsischen Skiparadiese entwickelt. Außerdem können im Niolo neben Wandern
auch weitere Sportarten wie Kajakfahren, Surfen (Stausee Lac de Calacuccia),
Reiten, Angeln und Gleitschirmfliegen ausgeübt werden.
Als Ausflugsziel bietet
sich der Dolmen des Niolo aus Tafoni-Stein an. Von hier aus lässt sich ein
schöner Ausblick über das gesamte Niolo genießen.
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