Der Badeort St-Florent
liegt am westlichen Ende des Cap Corse. Bastia und St-Florent verbindet
eine serpentinenreiche Straße über den ca. 500 m hohen Col de Teghimo. Von
hier aus ist bei gutem Wetter ein einmaliger Ausblick auf die Ostküste,
Bastia und sogar bis Elba und in das südlich von St-Florent liegende
Gebiet des Nebbio möglich. St-Florent selbst, direkt an der Küste gelegen
und mit ebenem Stadtstrand, wurde bereits in römischer Zeit besiedelt, die
baulichen Überreste jedoch in den neu entstandenen Gebäude übernommen.
Heute besitzt der ehemalige Bischofssitz einen Jachthafen und wurde in den
1970er Jahren als Touristenort ausgebaut. Besonders die geschützte Lage
und der malerische Ausblick ins Hinterland begeistert die Besucher. Die
sanierte Zitadelle und die alte Cathédrale du Nebbio aus dem 12.
Jahrhundert sind sehenswerte Bauten.
Das Nebbio birgt noch
zwei weitere Besonderheiten: In Patrimonio steht ein 2,29 m großer Menhir
aus Kalkstein, in welchen deutlich Schultern, Ohren und Kinn gemieselt
wurden. Der Sinn des Nativu ist bis heute ungeklärt. Außerdem liegt bei
San Michele auf 475 m eine orientalisch wirkende Kirche, die mit ihren
reich verzierten Fassaden als elegantester und bekanntester romanischer
Kirchenbau Korsikas gilt.
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