Von Bastia eignet sich
das Cap Corse als Rundtour am besten mit dem Auto. Das „Miniaturkorsika“
beginnt nördlich von Bastia und gibt Korsika sein charakteristisches
geografisches Aussehen, das an einen ausgestreckten Zeigefinger erinnert.
Das Cap Corse wird wie die Insel durch einen gebirgigen Höhenzug bis ca.
1300 m Höhe in zwei Teile geteilt und bietet ebenso reiche und vielfältige
Landschaftsformen wie Korsika selbst. Entlang der Küste bieten sich
wunderschöne Ausblicke auf das Meer und den Höhenzug. Da nur wenige
Touristen längere Zeit in dieser Gegend verbringen, vor allem weil es
keine ausgedehnten Strandabschnitte gibt, ist die Gegend noch sehr
ursprünglich. Viele Dörfer konnten ihren mittelalterlichen Charakter
bewahren. Über Jahrhunderte galt es als einer der wichtigsten befestigten
Außenposten der Genueser, die fast 500 Jahre lang über die Insel
regierten. An der Küste stehen immer noch viele gut erhaltene genuesische
Wachtürme als Zeugen dieser Zeit. Aus den berühmten Weinregionen stammt
auch der klassische Aperitif Korsikas: Cap Corse. Außerdem gehört diese
Region zu den wenigen, in welchen der Fischfang noch die
Haupteinnahmequelle für einen Teil der Bevölkerung darstellt. In den
Restaurants vor allem in den Küsten- und Hafenstädtchen wird der Fang als
korische Spezialität angeboten. Von Bastia aus kann eine Tour nach
Barcaggio, dem Land’s End der Insel, führen und an der Westküste
zurückgehen. Bei Barcaggio steht der best erhaltene Genueserturm, der Tour
d’Agnello. Bis zum nördlichsten Dorf bieten sich folgende Wegpunkte an:
Bei Miomo lässt sich ein mächtiger gut erhaltener Genueserturm
besichtigen, in Lavasina befindet sich das bekannte Bild der Madonna von
Lavasina in der Wallfahrtskirche Notre-Dame-des-Grâces. Erbalunga, ca. 8
km nördlich von Bastia ist bekannt für seine Karfreitagsprozession von
weiß gekleideten Büßern, die Holzkreuze ca. 7 km weit auf dem Kreuzweg
tragen. Macinaggio ist als nördlichster Touristenort Korsikas bekannt und
weist mit den schönsten Strandabschnitt des Cap Corse auf. Hier endet die
sporadisch befahrene Buslinie von Bastia aus. Im 18. Jahrhundert war hier
der Heimathafen der korsischen Marine. Canari im Westen bietet zwei
sehenswerte Kirchen, eine romanische aus grünem Schiefer, die andere mit
vergoldetem Holztabernakel. Nonza hat sein mittelalterliches Siedlungsbild
bis heute komplett erhalten. Noch immer drängen sich enge Häuserzeilen
direkt an der bewachsenen Felsküste, die steil zum Meer abfällt. Außerdem
ist es der Geburtsort der Heiligen Julia, der Schutzpatronin Korsikas.
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