Ajaccio, der Geburtsort
Napoleons und der zweitgrößte Hafen Korsikas, ist das heutige
Verwaltungszentrum und die Hauptstadt des Gebiets Corse du Sud. Es
erscheint wie ein mondäner Küstenort mit breit angelegten Straßen bis in
die Innenstadt hinein. Ajaccio zieht sich entlang der Küste vor entfernten
Bergen. Der weite Golf gibt der Stadt zusätzlich einen einladenden
Charakter. Das Klima ist sehr angenehm, nicht nur im Sommer laden die
vielen Cafés und Restaurants zu einem Besuch ein, sondern auch das milde
und oft sonnige Wetter im Winter zieht u.a. viele Franzosen vom Festland
an. Die Stadt lässt sich am besten über einen Rundgang zu Fuß erkunden,
beginnend am Hafen oder auf der Haupt- und Einkaufsstraße, dem Cours
Napoléon. Die Prachtstraße durchquert Ajaccio von Nord nach Süd. Am
südlichen Ende liegt die Place de Gaulle oder Piazza del Diamante, wie die
Terrasse hoch über dem Meer und Stadtstrand mit Bäumen und Blumenreihen
früher genannt wurde. Vor dem Palais des Congrés und dem Casino steht eine
der vielen Bronzestatuen Napoleons von 1865. Ein Spaziergang sollte
unbedingt die im südwestlichen Teil Ajaccios gelegene Altstadt zur
Zitadelle hin einschließen. Diese kann nicht besichtigt werden, da sie
heute noch vom Militär genutzt wird. Die engen Gassen der Altstadt
beherbergen oft etwas versteckt im Kellergeschoss kleine Cafés und
Restaurants. Auf der Place Letizia kann das Geburtshaus Napoleons, das
Maison Bonaparte, besichtigt werden. Weitere Sehenswürdigkeiten sind die
Kathedrale von Ajaccio (16. Jahrhundert) mit dem berühmten marmornen
Hochaltar und die dem Schutzpatron der Seefahrer gewidmete Kirche Eglise
Saint-Érasme. Auch zwei Museen lohnen einen Besuch: Das Musée A Bandera,
das Fahnenmuseum, zeigt anschaulich die Geschichte Korsikas bis zum
Zweiten Weltkrieg und das in einem prachtvollen Stadthaus in der rue Fesch
untergebrachte Musée Fesch mit seiner riesigen Gemäldesammlung und
Bibliothek. Als eines der schönsten Denkmäler gilt der Löwenbrunnen
(Fontaine de Quatre Lions) auf der Platanen bewachsenen und mit Cafés
umreihten Place du Maréchal Foch.
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